Das Lyonel-Feininger-Gymnasium in Halle (Saale) gewinnt bei einem bundesweiten Wettbewerb des Deutschen Kinderhilfswerks den Hauptpreis. Was die Schülerinnen und Schüler mit dem Preisgeld planen und wer sie dabei unterstützt, erzählt Ines Godazgar, die Vorsitzende des Fördervereins der Schule. 

Der Förderverein des LFG ist noch jung, trotzdem hat er schon viel bewegt. Wie kommt das?

Ines Godazgar: Dafür gibt es diverse Gründe. Zum einen ist die Schule noch jung, es herrscht Aufbruchstimmung und man ist offen für Neues. Natürlich fällt eine erfolgreiche Vereinsarbeit immer mit engagierten Menschen, und die gibt es im Förderverein sowohl unter den mitarbeitenden Eltern als auch unter den Lehrern. Das ist ein guter Nährboden für kreative Ideen.

Was für Ideen?

Ines Godazgar: Es spricht für sich, dass die Schule – was die Anmeldezahlen angeht – nach so kurzer Zeit die beliebteste in Halle ist. Von Anfang an war klar, dass der Schulhof irgendwann zu klein wird. Und auch, dass der vorhandene Platz sinnvoll genutzt werden muss. Die Stadt hat uns von Anfang an unterstützt und auch der Förderverein hat hier viel bewegt. Vor wenigen Wochen haben wir bei einem bundesweiten Wettbewerb zur nachhaltigen Gestaltung von Schulhöfen den Hauptpreis erhalten. 30.000 Euro hat das Deutsche Kinderhilfswerk dafür zur Verfügung gestellt.

Wofür wird dieses Geld genutzt?

Ines Godazgar: Es fließt in ein unter Beteiligung der Schüler entwickeltes Projekt für einen naturnahen Schulhof. Es soll eine grüne Oase mitten in der Stadt entstehen. Dazu haben wir uns einen Holzkünstler ins Boot geholt, der die sehr individuellen Ideen gemeinsam mit den Kindern umsetzt. Wir haben hier ganz bewusst auf das Thema Nachhaltigkeit gesetzt. Als Baumaterial kommt vor allem Holz zum Einsatz. Wir wollten keine Lösung von der Stange, das Thema Nachhaltigkeit lag und liegt uns besonders am Herzen. Darin sind wir uns als Förderverein mit der Schulleitung einig.

Wann kann man erste Ergebnisse sehen?

Ines Godazgar: Schon bald. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, dann wird zu Beginn des neuen Schuljahres unser so genanntes „Adlernest“ stehen. Das ist eine fast drei Meter hohe Holzkonstruktion zum Spielen und Verweilen, die einen optischen Höhepunkt auf unserem neuen Schulhof bilden soll. Das Ganze wird schon jetzt von individuell gestalteten Holzbänken und Blumenkübeln flankiert. Auch Conrad Feininger, der Enkel des Namensgebers unserer Schule, ist begeistert von diesem kreativen Potenzial.

Unterhält die Schule Kontakt zu ihm?

Ines Godazgar: Ja. Er war bereits zweimal bei uns zu Gast, und das, obwohl er in den USA lebt. Auch der Förderverein bezieht ihn intensiv ein. Bei seinem letzten Besuch hat er in vielen Klassen am Unterricht teilgenommen. Er trägt die Ideen der schulischen Arbeit und unser Konzept mit. Das freut uns sehr. Und natürlich ist es uns auch eine Ehre, ihn an unserer Seite zu wissen.

 

Hauptsache Halle 2020

5 Fragen an… die Schulhof-Gestalterin